Wer war Shakespeare?

Wahrscheinlich der Earl of Oxford.

Der Autor „William Shakespeare“ war nicht der Kaufmann aus Stratford-upon-Avon. Als „William Shakespeare“ schrieb ein anderer.

These 1: „Shakespeare“ war ein Pseudonym.
These 2: Wahrscheinlich das Pseudonym von Edward de Vere, 17th Earl of Oxford.

Ob diese beiden Thesen stimmen, würde ich gerne mit Ihnen diskutieren

Es gibt vernünftige Zweifel in beide Richtungen: Es gibt auch vernünftige Zweifel am vernünftigen Zweifel. Es gibt auch vernünftige Zweifel an der Theorie, der Autor sei der Earl of Oxford gewesen. – Darum diese Debatte.

Alle Seiten hier sind Entwürfe. Sie werden wachsen, sich verändern. Die Leser können dabei mitwirken. Mehr dazu im Vorwort.

Contra Stratford

These: Der Kaufmann William Shakspere war nicht der Autor. – „Shakespeare“ ist also ein Pseudonym. (Wessen? – Auf dieser ersten Stufe bleibt das offen.)

Sie können die Argumentation zunächst in einer 3-Minuten-Fassung lesen; danach ausführlicher – in ca. 30 Minuten – indem Sie die Contra-Themen 1-9, wie sie in der rechten Spalte stehen, eine nach der anderen anklicken, ohne in die jeweils dazu angebotenen Unterkapitel zu schauen, die dann ins relevante Detail gehen.

Davor genießen Sie bitte meine Begründung, warum der Autor der Werke Shakespeares DOCH der Mann aus Stratford war!

Dieses Internetbuch ist der Versuch einer übersichtlichen Zusammenfassung. Alle Informationen und fast alle Argumente entnehmen wir den Schriften anderer, vor allem der auf Englisch geführten Debatte.

Ein eigener Beitrag zur Debatte sind meine Überlegungen zu Shaksperes Verbindungen zum Puritanismus vor dem Hintergrund eines theaterfeindlich gewordenen Stratfords und der seltsamen Tatsache, dass er einem theaterfeindlichen Puritaner (John Hall) seine Tochter und das (materielle) Erbe übergibt.

Pro Oxford

Es gibt eine stattliche Reihe von Kandidaten. Mit Abstand der am besten begründete ist Edward de Vere, 17th Earl of Oxford. Was nicht heißt, dass alles für ihn spricht. Andere Optionen sollten wir im Auge behalten. Hier konzentrieren wir uns allerdings auf Oxford.

Er ist für uns der wahrscheinliche Autor.


Tagebuch

Aktuelles. Persönliches. Neue Bücher. Beiträge anderer. Tipps. Etc.

Jede Seite dieses Internetbuches ist – vorerst – eine Baustelle. Das Tagebuch begleitet die Entwicklung. Vielleicht ersetzen wir es später durch einen Blog.


Wir freuen uns auf die Debatte. Unter jeder Seite können Sie sich äußern. Wir werden zeitnah und aufmerksam moderieren. Kritik erwarten wir, auch heftige und kategorische Kritik – aber destruktive Beiträge kommen nicht durch.

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11 thoughts on “Wer war Shakespeare?”

  1. Vielen Dank, Herr Kreiler, für Ihre post.
    Ihr Buch über Oxford ist – neben Diana Price über Shakspere – das für mich wichtigste in der Sache. Ich habe es schon gleich nach Erscheinen gelesen und jetzt für die Website ein zweites Mal. Ich werde, wenn ich meinen Bücherberg abgearbeitet habe, es ein drittes Mal lesen, denn es ist reich an Einsichten, die sich manchmal erst bei langsamer und wiederholter Lektüre in meinem Kopf voll entfalten.

    Die (wie mir scheint: innovative) Anlage des Internetbuches ist anders als die der Bücher oder der anderen Websites zum Thema. Der 3-Minuten-Text und der 30-Minuten-Text (das sind auf der Website die Punkte 1-10 Contra Stratford) sowie die noch zu schaffenden 3 Minuten und 30 Minuten Pro Oxford sollen immer weiter verbessert werden. Sie dienen dem raschen und ständig wieder zu erneuernden Überblick, der gerade dem Laien schnell verloren geht, wenn er sich in die Welt der Details verliert.

    Ich habe immer den Laien-Leser vor mir, der (wie ich etwa im Jahre 1985) enttäuscht und verwirrt vor der Tatsache steht, dass die werten Stratfordianer in ihren Shakespeare-Biographien und ihren Interpretationsbemühungen ihre Hausaufgaben nicht machen, dass sie denkfaul oder feige auf alles reagieren, was irgendwie „gefährlich“ sein könnte für ihren Helden, dass sie natürlich dem Barden kein glaubwürdiges Leben einhauchen und skeptische Nachfragen nur ausweichend oder gar nicht beantworten können, aber dann auf alle eindreschen, die es wagen, mal ein Fragezeichen hinter die Person des Mannes aus Stratford zu setzen. Ich denke mich in diese irritierten Shakespeare-Leser hinein und versuche sie nie zu vergessen – auch nicht inmitten der labyrinthischen Detaildebatten, auf die ich mich natürlich auch ständig einlassen muss.

    Auf diesen Punkt zielt meine Bitte an Sie – und an alle anderen, die mit unserem Unternehmen sympathisieren:
    – Stimmt alles?
    – Ist alles optimal formuliert?
    – Gibt es noch Ideen, unsere Sache geschickter darzustellen?

    (Dass wir dazu auch Bilder, Videos, vielleicht Facebook, Kampagnen an anglistischen Instituten u. a. brauchen, weiß ich. Aber eins nach dem andern! Erst einmal möchte ich die Textbasis schaffen, und davon hab ich bis jetzt bestenfalls ein Viertel geschafft.)

    Nehmen wir Ihre ersten sechs Punkte oben: Wie lassen sie sich anschaulich und eingängig machen für Leute, die nicht vorhaben, Experten zu werden? Ich werde mich daran versuchen, nach und nach – meine Oxford-Seiten sind ja noch ganz im Anfangsstadium. Ich bin in dem Alter, in dem man geduldig dicke Bretter bohren kann.

    Der Versuch der eingängigen Darstellung setzt die fachmännische Detailarbeit voraus, die Sie und Detobel und einige der englisch-sprachigen Autoren geleistet haben und auf die ich baue. Es ist mir immer wieder ein Vergnügen, die wissenschaftliche Forscherarbeit jenseits der Akademia zu studieren, bei der die eigentlich dafür bezahlten Wissenschaftler, die Anglisten an den Universitäten, so jämmerlich versagen.

    Kritisieren, korrigieren Sie ruhig, was ich hier alles schreibe – ich bin nicht empfindlich – ich rechne immer damit, dass ich etwas auf meinen Seiten ändern muss.

    Außerdem werde ich mich gelegentlich fragend an Sie wenden.

    PS für die Leser: http://www.anonymous-shakespeare.com/cms/
    Die Website von Herrn Kreiler spricht Englisch. Ich habe sie auch im Menü oben verlinkt.
    Ich werde beim Entwickeln meiner Oxford-Seiten oft auf sie zurückkommen. Es ist das beste, was man über Oxford finden kann – zusätzlich zur englischen Oxford-Seite https://shakespeareoxfordfellowship.org/
    Die deutsche Seite pro Oxford: http://www.shakespeare-today.de/

  2. Berichtigung.
    Es muss heißen: GaRnets Treatise of Equivocation. Der Jesuit Henry Garnet (1555-1606) rechtfertigte die Lüge im erzwungenen Verhör. Er wurde als Mitwisser des Gunpowder Plots angeklagt und 1606 hingerichtet.

  3. Ich freue mich sehr über die neu entstandene Website, die sich der Autorschaftsfrage widmet. Nach meiner über 15-jährigen Beschäftigung mit Oxford und Shake-speare möchte ich folgende Übersicht über die INDIZIEN – pro und contra – beisteuern. Und „in eigener Sache“ darf ich auf meine Website hinweisen: http://www.anonymous-shakespeare.com
    Kurt Kreiler

    PRO und CONTRA. Indizien für die Autorschaft der Werke William Shakespeares.
    Von Kurt Kreiler.

    3 Indizien sprechen für Will Shakspere (1564-1616), wie er sich schrieb –
    und über 100 Indizien für Oxford, bzw. Edward de Vere, 17th Earl of Oxford (1550-1604) alias Shake-speare.

    Die 3 Indizien für Will Shakspere sind:
    – Die Nennung des Geldeinnehmers der Lord Chamberlainʼs Men am 15. März 1595 als „William Shakespeare“.
    – Die Vorworte der Folio-Ausgabe von 1623, insbesondere das Vorwort von Ben Jonson.
    – Das Grabmal in Stratford-upon-Avon, das den in Stratford verstorbenen Schauspieler mit einer Büste und einer Inschrift („Shakespeare, with whom / Quick nature died, whose name doth deck this tomb”) ehrt.

    Alle anderen Gründe, die genannt werden, um die Autorschaft Will Shaksperes zu untermauern, sind aus der Luft gegriffen: The Tempest muss nicht nach 1604 verfasst worden sein, da ähnliche Schiffsbrucherzählungen und die Beschreibung des Elmsfeuers bereits bei Ovid, Vergil, Ariost, Erasmus und Richard Eden und Richard Hakluyt zu finden sind. (Die Schiffahrtsroute von King Alonso ist identisch mit der von Aneas, die Vergil beschreibt, und die berühmten „Bermoothes“ spielen ironisch an auf einen gleichnamigen Bezirk Londons, in den sich die Schuldner zurückzogen.) – Es besteht keine Beziehung zwischen Macbeth und dem „Gunpowder plot“ von 1605, da Ganets Treatise of Equivocation bereits 1594 geschrieben und erstmals 1600 oder 1601 gedruckt wurde. – Bearbeitungen der Stücke Titus Andronicus und Henry VIII sind nach 1616 vorgenommen worden.

    Von den zahlreichen Indizien für Oxford als SHAKE-SPEARE nenne ich sieben:

    1. Den Harvey-Nashe-Quarrel (1592-1596), in dem Gabriel Harvey und Thomas Nashe sich unmissverständlich über den Earl of Oxford als den Verfasser von Henry the Fourth und Love’s Labour’s Lost verständigen und ihn beim Namen nennen: „Gentle M. William, that learned writer Rhenish wine & Sugar”, “Idle Hours” bzw. “The Gentlewoman” (in Anspielung auf den Verfasser der Sonette). Antwortend auf diesen bizarren Literaturstreit bringt Shake-speare in der zweiten Fassung von Love’s Labour’s Lost (1594/95) die beiden Kontrahenten Harvey und Nashe als “Don Armado” und “Moth” auf die Bühne.

    2. Die Datierung der Komödie The Merchant of Venice auf 1578/79, die sicher abzuleiten ist aus den in ihr enthaltenen zeitgenössischen Anspielungen (auf Don Juan d’Austria und die Pfalzgrafen Ludwig VI. und Johann Kasimir, auf „Monsieur“ Hercule-François Duc d’Alençon und seinen Botschafter Castelnau de Mauvissière, auf Prinz Mulay Mohammed und den spanischen König Philipp II.) sowie aus den Hinweisen von Gosson, Harvey und Batman auf The Jewe.

    3. Die Datierung, der Adressat und die Autorschaft von SHAKE-SPEARES SONNETS. Eine Analyse der Nachahmungsverhältnisse zeigt, dass die SONNETS nicht am Ende der Sonett-Dekade der neunziger Jahre (1590-1600) verfasst wurden, sondern an derem Anfang. Der Adressat ist ohne jeden Zweifel der junge Henry Wriothesley, Earl of Southampton, mit dem Oxford im Jahr 1590 seine Tochter Elizabeth verheiraten wollte. Zu diesem Zweck sind die „Prokreations-Sonette“ 1-17 geschrieben worden.

    4. Edmund Spensers Hinweis auf den Komödiendichter Oxford = „Cuddie“ in The Shepheardes Calender von 1580, ausgewiesen durch das Zitat „I beat the bush, the birds to them do fly”, in Verbindung mit dem Kommentar von E. K. (= E. Spenser) zu “quaint Bellona”: “Vulcan … proffered her [Bellona = Pallas Athene] some courtesy, which the Lady disdaining, shaked her speare at him, and threatʼned his sauciness”. Damit ist ein Konnex hergestellt zwischen dem von Webbe (1586) und Puttenham (1589) gerühmten Komödiendichter Oxford und dem von ihm (in Anlehnung an Pallas Athene) gewählten Pseudonym SHAKE-SPEARE.

    5. Zusammenfassend als ein Indiz genannt: Die Hinweise auf Shakespeare als Hofmann in Thomas Edwardes Cephalus and Procris & Narcissus (1593) Henry Willobies Willobie his Avisa (1594) und die Bemerkung von Thomas Smythe in Voiage and entertainment in Rushia (1605) über “The late [den verstorbenen] English Ovid”, “Our ever-living Poet”, der in Zusammenhang mit der Tragödie Hamlets genannt wird (“no second to any Hamlet” und “It is to be feared Dreaming”).

    6. Die Parallelen zwischen Oxfords (E.O.s) Gedichten und Briefen und Shakespeares Werken. (“When wert thou born, Desire” vs. “Tell me where is fancy bred”; “Were I a king, I might command content” vs. “And my large kingdom for a little grave”; “The windows of mine eyes are glaz’d with such delight” vs. “That hath his windows glazed with thine eyes”; “that it is my hap to starve like the horse whilst the grass doth grow” vs. “Ay, sir, but ‚while the grass grows‘- the proverb is something musty” – und viele andere.)

    7. Oxfords Italienerfahrung, seine Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten und Verkehrswege, die in den Stücken genannt werden, seine Kenntnis der italienischen Malerei, seine Lektüre der italienischen Renaissanceliteratur, deren Fabeln Shakespeare für die Ausarbeitung seiner Stücke benutzt. (Vgl. Richard P. Roe, Guide to Italy, 2011.)

    Gleichzeitig stellt sich die Frage, auf wie sicheren Füßen die Indizien für SHAKSPERE stehen.

    1. Die Nennung des Geldeinnehmers der Lord Chamberlainʼs Men am 15. März 1595 als „William Shakespeare“. – Zweifelsohne hat der Hofbuchhalter, der die „Chamberlainʼs Men“ für eine Aufführung in Whitehall entlohnte, den Schauspieler (oder Kassierer) Will Shakspere „William Shakespeare“ gennannt – aber dieser Irrtum kam zustande, weil 1593 und 1594 bereits zwei höfische Versepen unter dem Namen „William Shakespeare“ erschienen waren. Und diese Verwechslungsmöglichkeit wurde zur später (nach dem Tod Oxfords und Shaksperes) zur Grundlage genommen, um Oxfords Namen dauerhaft zu löschen und durch das Pseudonym „Shakespeare“ zu ersetzen.

    2. Ben Jonson wurde von Oxfords Schwiegersohn Philip Herbert – Earl of Montgomery – und seinem Bruder William Herbert – Earl of Pembroke – (beides Söhne der berühmten Mary Sidney Herbert, Countess of Pembroke) zum Herausgeber der Folio-Ausgabe von Shakespeares Werken (1623) bestellt. Offensichtlich oblag ihm die Aufgabe einer Camoufflage: er sollte sein Vorwort mit schillernden Begriffen versehen, die den „Verdacht“ der Autorschaft von Oxford auf Will Shakspere ablenken sollten, um das Pseudonym zu retten und die Familie vor unangenhmen Nachfragen zu verschonen. Der „Swan von Avon“ konnte sich gleichermaßen auf Stratford-upon Avon wie auch (wie Alexander Waugh gezeigt hat) auf Hampton Court, einen der Lieblingsaufenthalte Elizabeths) beziehen. „And though thou hadst small Latine, and lesse Greeke“ kann den Eindruck erwecken, Shakespeare wäre kaum gebildet gewesen (was allein die Quellenlage der Shakespearschen Stücke widerlegt) – kann aber auch heißen, der Autor hätte nur wenig Stoff aus dem Lateinischen und Griechischen entlehnt, wofür er zu loben gewesen wäre. Denn gleich darauf wird ein Zusammenhang hergestellt mit „Æschilus, Euripides, Sophocles … Paccuvius, Accius“.

    3. Der Wunsch nach einem Grabmal in Stratford-upon-Avon taucht nicht in Will Shaksperes Testament auf. Seine Erben hätten es auch gar nicht bezahlen können, es wurde (wohl auf den Wunsch der Herberts) bei der anglo-flämischen Bildhauerfamilie Janssen in London bestellt und von dort nach Stratford geschafft. Shaksperes Erben hätten sich dafür zwei weitere Häuser kaufen können. Im übrigen ist Shaksperes Grab unter der berüchtigten forbear-to-dig-the-dust-enclosed-here-Platte leer, wie aus einem Bericht aus dem Jahr 1796 hervorgeht. Und die Büste? Siehe Mark Twain.

    Im übrigen ist ein bürgerlicher Autor des 16. Jahrhunderts, der den jungen Earl of Southampton in seinen Sonetten nicht nur rühmt, sondern zugleich harsch kritisiert, historisch gesehen ein Ding der Unmöglichkeit. Auch ist auszuschließen, dass ein Mann mit sechs krakeligen Unterschriften und einem zweitbesten Bett, der nie in Italien war und keinen Zugang zur französischen und italienischen Literatur hatte, Shakespeares Stücke geschrieben haben könnte.
    Mein Fazit: Will Shakspere ist unter den genannten Anwärtern für die Autorschaft der Shakespearschen Werke der am wenigstens geeignete.

  4. Hinweise und Verlinkungen zu so interessanten und wichtigen Beiträgen haben wir vor.
    Danke für den speziellen Tipp!

    (Ich bin noch nicht dazu gekommen, mir Waughs Youtube-Beiträge anzuschauen. Ich gehöre eher zu den Bücherlesern … Es ist natürlich notwendig, auch andere Medien zu nutzen.)

  5. In den letzten Monaten hat Alexander Waugh eine Reihe von Videos auf YouTube eingestellt. Seine Analyse und Entzifferung (mit Hilfe anderer Forscher) der ersten beiden Seiten der Erstausgabe der Sonette, der Inschrift des Stratford Monument und der angeblichen Grabplatte in Stratford, sind herausragend und verweisen inhaltlich und mathematisch zwingend auf Edward de Vere als Autor. Hier handelt es sich um Beweise, nicht mehr nur um Hinweise, da die Kodierung der Kernaussagen jeweils dreifach abgesichert ist. Weitere Videos befassen sich mit z.T. absolut überzeugenden Verweisen von Autoren des ausgehenden 16. Jahrhunderts und der 1. Hälfte des 17., unterschiedlicher Profession, auf Kenntnisse des Pseudonyms und Autorschaft de Veres. Zudem wir auf den in den Sonetten referenzierten „vulgar scandal“ dezidiert eingegangen. Die dort vorgetragenen Informationen haben teilweise Beweiskraft. Wer die Autorschaft de Veres heute noch leugnet, ignoriert den aktuellen Wissenstand. Die Arbeiten zum „vulgar scandal“ und seine Spiegelung in den Dramen sind hervorragend wissenschaftlich recherchiert und belegt und müssen als Durchbruch bewertet werden. Mir ist zudem unerklärlich, wie z.B. droftdartsroop behaupten kann, de Vere sei kein Kandidat. Ein bequemer ist es nicht, ich aber habe noch nichts über ihn gelesen, was ihn als Kandidaten ausschlösse und ebenfalls nicht, was wissenschaftlich im Sinne eines Beweises für den Mann aus Stratford spräche. Jeder noch so ignorante Leugner eines Autorenschaftproblems müsste zumindest zugeben, das es Unstimmigkeiten gibt, für die es – für Shakspere – keine überzeugenden Argumente gibt. Das setzt allerdings voraus, dass man sich in der Materie auskennt…

  6. Darüber können wir in der Abteilung Pro Oxford diskutieren. Die ist im Moment erst im Aufbau. Aber ich stehe schon bereit für Einwände gegen Oxford. Bring ‚em on! Was macht Oxford als Kandidaten für Shakespeares Identität unmöglich?

  7. Ihr habt keine Alternative zu Shakespeare aus Stratford. Also kann man sich die Debatte sparen. Oxford ist kein Kandidat. Es gibt auch keinen anderen.

  8. Die automatische Freigabe wird jetzt klappen.

    Zur Bemerkung von drofdartsroop:

    Dass man sie sich nicht sparen kann, zeigt zumindest schon mal der Dreiminutentext „Er war’s nicht“. Haben Sie den gelesen? Wär doch eine Herausforderung, oder?

    Ich empfehle auch die Streitgespräche, die auf die erste Seite von Pro Stratford folgen. Die machen doch Sinn, würde ich meinen. Oder würden Sie an Stelle von S anders auf O antworten?

  9. Der Sinn der Webseite – wie tausender Bücher über das Thema – ist ja gerade, daß die Thesen der „Stratfordianer“ hinterfragt werden! Das ist deshalb ein wichtiger Paragraph der vorliegenden Erörterungen, darlegen, daß und warum die Beweislage so sehr dünn ist, die diejenigen benutzen, die glauben (wollen), daß Shaksper(e) aus Stratford die Werke geschrieben hat.

  10. Könnte man nicht sagen: Was auf der Seite Pro Stratford steht, ist richtig? – Dann könnte man sich die ganze Website sparen.

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