Contra Stratford

Der Geschäftsmann William Shakspere war nicht der Autor.

1623 haben ihn die Herausgeber des First Folio dazu gemacht, um den Namen des Autors und seiner Familie zu schützen.

Ich beginne mit meinem eigenen Versuch, es in drei Minuten zu sagen.

Und fahre fort mit einem entschiedenen pro Stratford, den guten Gründen, die für William Shakspere aus Stratford-upon-Avon sprechen. Ja, die Orthodoxie hat recht, Shakespeare war Shakespeare! Wo Shakespeare draufsteht, ist Shakespeare drin.

Nun die Widerlegung. Shakspeare war NICHT Shakespeare.

Wägen wir rational ab: Was spricht für, was gegen die Autorschaft des Mannes aus Stratford-upon-Avon?

Das macht die Declaration of Reasonable Doubt, die sich ebenfalls als Einführung in die Problematik eignet. (Englisch).

Unsere zehn Gründe für den Indizienbeweis contra Stratford:

  1. Biographie: William Shakspere aus Stratford war, dokumentarisch belegt, ein tüchtiger, erfolgreicher Geschäftsmann, fern aller aristokratischen oder humanistischen Bildung, fern auch der Mentalität ebenso wie der Exzentrizität, die aus den Werken spricht; der merkantil gesinnte, nach Reichtum und lokalem Honoratiorenstatus strebende Gentleman ist nicht als Autor der Werke erkennbar.
  2. Werfen wir nun einen Blick auf die Shakespeare-Stadt Stratford-upon-Avon und das Leben Shaksperes dort. Nicht beim Theater in London, sondern hier liegt seine Priorität: Er hat sein Geld verdient, um es hier zu investieren, um hier als geachteter und wohlhabender Gentleman zu leben.
  3. Wir erkennen keine Einheit von Leben und Werk. Shakespeare lesend erahnen wir eine andere Persönlichkeit als die des Geschäftsmanns aus Stratford.
  4. Das Testament: Es ist in Sprache und Inhalt kaum vereinbar mit dem Schöpfer der Werke.
  5. Der Name des Kaufmanns aus Stratford war Shakspere, das Pseudonym des Autors lautete seit 1593 Shakespeare.
  6. War der Autor in Italien? – Wir müssen davon ausgehen.
  7. Das First Folio, das den Stratfordischen Shakespeare oder Shakspere als Autor nennt, ist zweideutig; es deutet an, dass er nicht der Autor ist.
  8. Die Sonette und ihre Veröffentlichung 1609 sind nicht vereinbar mit dem Leben des Kaufmanns in Stratford.
  9. Er kann auch den Kaufmann von Venedig kaum geschrieben haben: Ein Zins nehmender Geldverleiher (also damals ein Wucherer) schreibt ein polemisches Stück gegen den Kreditzins (gegen den Wucher)?
  10. Mark Twains Hauptargument: Der Autor Shakespeare spricht souverän und als Insider die Sprache des Rechts. Es ist nicht erkennbar, wie der Stratforder das hätte schaffen können.

Die unter diesen Überschriften angesprochenen Indizien sind im Zusammenhang zu betrachten und begründen den Beweis, insoweit sie sich gegenseitig stützen und ein Gesamtbild ergeben. Manche Indizien erweisen sich dabei als stark, manche laufen nur bestätigend mit.

Jeder dieser zehn Gründe kann und soll geprüft und bezweifelt werden. Jeder wird auf eigenen Unterseiten genauer betrachtet.

Es kommt dabei vor allem darauf an, den Überblick zu wahren – sich nicht im Detail zu verlieren. Das Detail ist allerdings in letzter Instanz wesentlich. Auch um das Detail soll es in der Debatte gehen, also im Kommentarbereich zu jeder Seite.

Weitere, das Thema vertiefende Contra-Stratford-Kapitel (alle noch Baustelle):


Anmerkung:

Jede Seite hier ist noch eine Baustelle. Ein Zwischenergebnis. Auf dem Weg, besser zu werden. – Sie können dabei mitreden.

Viele weitere Unterseiten werden hinzukommen.

Mein Tipp: Bleiben Sie zunächst auf dieser oberen Ebene, die in der rechten Spalte auf jeder Seite oben anklickbar bleibt. Sie brauchen ca. 45 Minuten, um die Gesamtargumentation durchzulesen, bzw. 30 Minuten für die Punkte 1 – 9.

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